Konzept

EFQM-Kriterium/ Teilkriterium:

1.: Führung

EFQM-Teilkriterium/ Teilaspekt:

1 a.: Führungsverständnis

„good-practice“-Beispiel:

1 a.1.: Leitbild der Führungskräfte

Schule/Adresse:

Berufsbildende Schulen I Emden, Steinweg 24, 26721 Emden

Kontakt:

bbs1emd@(spamschutz:bitte_entfernen)t-online.de

 

   

Konzept

Vorwort

Die Schulleitung unserer Schule muss sich auf gewandelte Anforderungen einstellen. Die Erweiterung der Eigenständigkeit unserer Schule und die wachsenden Ansprüche der Gesellschaft an die Qualität des Bildungssystems stellen uns als Schule und die Schulleitung vor besondere Herausforderungen.
Zu den Führungskräften im Sinne dieses Leitbildes zählen der Schulleiter, der Stellvertretende Schulleiter sowie die Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter.
Wir leiten als Schulleitungsteam unsere Schule mit folgendem Grundverständnis:

1. Schulleitung handelt im gesellschaftspolitischen Kontext

  • Wir nehmen die Verantwortung für die Erfüllung des gesetzlichen Bildungs- und Erziehungsauftrags im Zusammenwirken mit Lehrkräften, Eltern, Ausbildungsbetrieben sowie Schülerinnen und Schülern wahr und beachten die gesellschaftlichen Erwartungen an unsere Schule bei der Planung der Schulentwicklung.
  • Wir tragen Sorge dafür, dass die Mitwirkungsrechte von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Ausbildungsbetrieben bei der Gestaltung der Schule und des Schulalltags Berücksichtigung finden, dass Minderheiten geschützt werden und der Wille der Mehrheit beachtet wird

2. Schulleitung ist Führung: Die richtigen Dinge tun

  • Wir entwickeln unsere Schule gemeinsam mit allen an der Schule Beteiligten im Sinne unseres Leitbildes und des Schulprogramms weiter und nehmen Ideen und Anregungen aller auf.
  • Wir nehmen unsere Vorgesetztenfunktion bewusst und mit klarem Rollenverständnis wahr.
  • Wir koordinieren und steuern Teams und Teamprozesse und geben allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jede mögliche Unterstützung und Wertschätzung.
  • Wir sorgen für die Einhaltung der dienstlichen Pflichten und erteilen die dafür erforderlichen Weisungen. Wir entscheiden und setzen Entscheidungen durch.
  • Wir gehen mit Konflikten offen und produktiv um.

3. Schulleitung ist Management: Die Dinge richtig tun

  • Wir leiten die Schule im Rahmen der Beschlüsse des Schulvorstandes und der einzelnen Teams und der Anregungen des Beirats.
  • Wir nehmen die Leitung unter Beachtung der in der Satzung und im Schulgesetz vorgegebenen Aufgabenverteilung kollegial und teambezogen wahr.
  • Die Zuständigkeiten im Leitungsteam sind im Aufgabenverteilungsplan festgelegt und für jeden transparent.
  • Wir arbeiten mit den Gremien der Schule vertrauensvoll zusammen, informieren sie über wichtige Angelegenheiten und unterstützen sie in ihrer Arbeit.
  • Wir gehen mit den personellen und materiellen Ressourcen der Schule wirkungsvoll um. Wir handeln ökonomisch, ergebnisorientiert und eigenverantwortlich.
  • Wir verpflichten uns, getroffene Entscheidungen transparent zu machen, zu begründen, sie anfechten zu lassen und sie gegebenenfalls zu korrigieren.
  • Wir teilen Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu und achten auf die Ergebnissicherung.

4. Schulleitung sorgt für Qualitätssicherung

  • Wir schaffen die für Qualitätsentwicklung und –verbesserung erforderlichen Strukturen. Die Qualität von Unterricht und Erziehung hat in der Schulentwicklung absolute Priorität.
  • Wir bemühen uns um ein Klima, in dem es leicht fällt, sich über pädagogisches Handeln auszutauschen, Rechenschaft zu geben und gemeinsam nach Verbesserungen zu suchen.
  • Wir haben eine begründete Vorstellung von didaktisch und methodisch gutem Unterricht, die wir regelmäßig überprüfen, reflektieren und aktualisieren. Wir beraten, unterstützen und fördern die Lehrkräfte in der Unterrichts- und Erziehungsarbeit.
  • Wir sorgen dafür, dass in unserer Schule von allen akzeptierte Standards guten Unterrichts entwickelt werden.
  • Wir nehmen regelmäßig an Fort- und Weiterbildung teil.

5. Schulleitung sorgt für angemessene Gesprächskultur

  • Wir achten an unserer Schule auf eine Gesprächskultur, in der das Prinzip der Fairness und der Gleichbehandlung aller Beteiligten gilt.
  • Wir führen Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen nicht nur in Konflikt- oder Krisensituationen, sondern befürworten ausdrücklich positive Feedback-Gespräche. Diese beziehen sich nicht nur auf ausgewählte Aktivitäten, sondern auch auf den pädagogischen Alltag. Die Gespräche sind vertraulich. Sie finden in einer sachlichen und ruhigen Atmosphäre der gegenseitigen Wertschätzung in einem störungsfreien Umfeld statt.
  • Wir führen Gespräche in Konfliktsituationen zeitnah und zuerst mit dem oder den betroffenen Kolleginnen oder Kollegen. Wir gehen mit den persönlichen Befindlichkeiten der Konfliktbeteiligten sorgsam und sensibel um. Wir lehnen Vorverurteilungen ab.
  • Wir informieren Lehrerinnen und Lehrer möglichst kurzfristig, wenn wir von Krisen- oder Konfliktsituationen ihrer Schülerinnen und Schüler erfahren. Wir streben nach der Umsetzung einer von allen Beteiligten einvernehmlich beschlossenen pädagogischen Lösung.

6. Schulleitung hat Verantwortung für Personalentwicklung

  • Wir erarbeiten und aktualisieren gemeinsam mit dem Personalrat ein schulspezifisches Konzept für Personalentwicklung auf der Basis des Schulprogramms und der Schulentwicklung.
  • Wir arbeiten neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein und integrieren sie in den Schulbetrieb. Für Berufsanfängerinnen und -anfänger übernehmen wir besondere Verantwortung.
  • Wir erkennen und fördern Führungspotenzial.
  • Wir geben unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf Wunsch konstruktiv und entwicklungsorientiert Rückmeldungen.
  • Wir unterstützen Maßnahmen der schulinternen und -externen bedarfsgerechten Fortbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

7. Schulleitung präsentiert die Schule nach außen

  • Wir vertreten die Interessen unserer Schule nach außen.
  • Wir fördern die Öffnung der Schule zu ihrem Umfeld. Wir pflegen enge Kontakte zu anderen Schulen in der Region und regelmäßige Kontakte zu unseren ausländischen Partnerschulen. Wir arbeiten mit außerschulischen Lernpartnern (Betrieben, sozialen Einrichtungen, Kammern, Berufsverbänden, Gewerkschaften, anderen Bildungsanbietern) eng und vertrauensvoll zusammen
  • Wir präsentieren die Arbeitsergebnisse der Schule wirkungsvoll und vermitteln diese unter anderem über regionale und überregionale Medien

Führungsinstrumente:
Führen durch Mitarbeitergespräche

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Recht, ein Mitarbeitergespräch mit einem Mitglied der Schulleitung zu führen, um in geeigneter Weise Rückmeldungen zu erhalten.

Führen durch Zielvereinbarungen

Aufbauend auf den pädagogischen und inhaltlichen Kompetenzen, Kenntnissen, Erfahrungen und Innovationspotenzialen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zielvereinbarungsgesprächen der gemeinsame Arbeitsstand im Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeiter/-in erörtert und in Übereinstimmung mit dem Schulprogramm die Ziele für die Zukunft vereinbart werden. Nach Ablauf des vorgesehenen Zeitraums wird überprüft, inwieweit die Ergebnisse mit den Zielen übereinstimmen und wie weiter verfahren werden soll.
Feedback für Führungskräfte

Mit dem Instrument „Feedback für die Schulleitung“ erhalten Schulleitungsmitglieder die Möglichkeit, ihr Führungsverhalten durch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschätzen zu lassen und gemeinsam mit den Beteiligten Verbesserungen in der Zusammenarbeit zu planen.

Ein halbes Jahr nach einem Mitarbeiter-/Zielvereinbarungsgespräch erhält der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin einen Fragebogen, in dem er/sie der Führungskraft gezielt Rückmeldung geben kann.

Teil 2: Leitbild und Führungsinstrumente der Bereichs-/Branchen-/und Fachsprecher/-innen

Die Bereichsleiterinnen und -leiter, Branchensprecherinnen und -sprecher sowie Fachsprecherinnen und -sprecher leiten ihre jeweiligen Teams im Sinne des Leitbildes, der Schulverfassung und des Schulprogramms.

Die konkreten Aufgaben ergeben sich aus der Satzung der BBS 1 Emden, §§ 18 bis 23.

Unter „Leitung der Teams“ wird u. a. verstanden:

Verantwortung für das Team übernehmen, Zusammenhänge durchschauen, vordenken, delegieren an andere Teammitglieder, entscheiden, Zeitplanungen erstellen, Lösungen vorschlagen, Ideen aufgreifen, initiieren und den Realisierungsprozess unterstützen, Erwartungen und Ziele formulieren, Unterstützung anbieten, Unangenehmes auf den Tisch bringen, nachfragen, zuhören, besprechen, handeln.
Wesentliches Element der so verstandenen Leitung eines Teams ist der Dialog im Team und mit Teammitgliedern. Nur so entstehen Transparenz, Vertrauen und eine offene Zusammenarbeit im Team.

Führungsinstrumente:
Die Führung über Mitarbeiter- und Zielvereinbarungsgespräche (siehe Teil 1) ist auch auf dieser Ebene möglich und sinnvoll.

 

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