Konzept

EFQM-Kriterium/ Teilkriterium:

1.: Führung

 

EFQM-Teilkriterium/ Teilaspekt:

1 a.: Führungsverständnis

 

„good-practice“-Beispiel:

1 a.1.: Leitbild der Führungskräfte


Schule/Adresse:

Berufsbildende Schulen Münden, Auefeld 8, 34346 Hann. Münden

 

Kontakt:

info@(spamschutz:bitte_entfernen)bbs-muenden.de

 

   

Konzept

Kodex für Führungskräfte
Prämissen

1. Wer ist Führungskraft an unserer Schule?

  • Jede Kollegin und jeder Kollege in der Schule ist im Kerngeschäft Unterricht eine Führungskraft.
  • Führungskräfte im engeren Sinn sind in unserer Schule neben dem Schulleiter/der Schulleiterin alle Mitglieder der erweiterten Schulleitung sowie alle Funktionsinhaber/-innen und Teamleiter/-innen.

2. Was sind die Schwerpunkte der Tätigkeit einer Führungskraft im Rahmen der Entwicklung unserer Schule?

Überzeugen und Bewegen sind die wichtigsten Tätigkeiten in der Schulentwicklung, Zielklarheit und Umgang mit Gefühlen die Schlüsselbegriffe zur wirklichen Aufgabenlösung. Diese zu entwickeln, gegenseitig zu ergänzen und in die Balance zu bringen, sind ständige Basisaufgaben einer Führungskraft.
Kodex für die Führungskräfte unserer Schule

1. zwei unabdingbare Eigenschaften

Verlässlichkeit
Wie steht es mit der Verlässlichkeit der Führungsperson? Werden Vereinbarungen von ihr eingehalten? Teilt sie die Änderung ihrer Meinung den Mitarbeiter/-innen bzw. Kolleginnen und Kollegen rechtzeitig mit?

Umgang mit Fehlern
Wie geht die Führungsperson mit Fehlern um? Ist sie an dauernder Verbesserung interessiert, und ist sie nachsichtig gegenüber fremden und eigenen Fehlern? Verdeckt sie eigene Fehler, sucht sie Ausflüchte? Operiert sie mit offener oder verdeckter Schuldzuweisung, um selbst gut dazustehen? Gibt sie Fehler zu, übernimmt die Verantwortung und informiert die anderen?

2. Neun Tugenden

Der Aufbau tragfähiger professioneller Beziehungen und die Pflege von Netzwerken auf der Basis einer humanistisch orientierten Kommunikations- und Feedback-Kultur ist ein besonderes Anliegen der Führungsperson.

  • Die Führungsperson ist ein offener Mensch. Sie tut, was sie sagt und sagt, was sie tut. Ihre praktizierte Offenheit ist nicht schonungslos, sondern der Situation angemessen.
  • Die Leitungsperson ist prozessfähig:

- bereit zur Machtteilung, mit anderen zusammenzuarbeiten und Synergien anzustreben
- bereit zuzuhören und auf den/die Partner/-in einzugehen
- fähig, Kritik angemessen zu äußern und Kritik entgegenzunehmen
- fähig zur Ausdauer, zum Durchstehen eines Vorhabens

  • Sie kann mit der eigenen Furcht und derjenigen von Kolleginnen und Kollegen in schulischen Prozessen konstruktiv umgehen.
  • Die Führungsperson versucht, ihre Organisation wie einen lebendigen Organismus und nicht wie eine Maschine in Gang zu halten (z. B. reibungsloser Ablauf). Sie vertraut den Selbstregulierungskräften des Systems – und verzichtet darauf, „alles im Griff“ haben zu wollen.
    Sie arbeitet vertrauensvoll, zielorientiert und innovativ mit den anderen Führungskräften zusammen.
  • Die Führungsperson ist sich ihrer selbst bewusst. Sie akzeptiert ihre Stimmungen, Gefühle und Bedürfnisse und versteht sie. Sie vermag deren Wirkung auf andere einzuschätzen. Sie kennt ihre eigenen Verbesserungsbereiche und hat deshalb Menschen um sich, die diese Lücken dank andersartiger Begabungen auszufüllen vermögen.
  • Die Führungsperson ist fähig zur Selbststeuerung. Sie kann „kurzschlüssige“ Impulse oder Stimmungen kontrollieren oder umleiten sowie Entscheidungen bei emotionaler Betroffenheit reifen lassen.
  • Die Führungsperson zeichnet sich durch Zivilcourage aus. Sie ist konfliktfähig.
  • Die Führungsperson ist teamfähig.

 

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