Grundsätze

EFQM-Kriterium/
Teilkriterium:

3.: Mitarbeiter

 

EFQM-Teilkriterium/
Teilaspekt:

3.0.2.: Personalentwicklung

 

Schule/Adresse:

Niedersächsisches Kultusministerium, Schiffgraben 12, 30159 Hannover, Arbeitspaket Personalentwicklung ProReKo –
Kontakt: Ministerialrat Manfred Eickmann 0511 / 120-7397

 

3.0.2.: Leitbild der Personalentwicklung: Grundsätze der Personalentwicklung in Schulen

 

   

Leitbild:

 

Grundsätze der Personalentwicklung in Schulen

Personalentwicklung hat sich an der Lernförderung der Schülerinnen und Schüler und den Erwartungen der weiteren "Kunden" wie Eltern, Betriebe usw. zu orientieren. Die Schule ist dabei als dienstleistende Organisation zu definieren. Diejenigen Kompetenzen, Verhaltensweisen und Einstellungen des lehrenden und nichtlehrenden Personals sind zu stärken und zu fördern, die der Erfüllung des Bildungsauftrages und der Erwartungen der "Kunden" zu Gute kommen. Personalentwicklung unterstützt und fördert damit die Qualitätsentwicklung von Unterricht.

Personalentwicklung ist darauf ausgerichtet, die Erfüllung des Bildungsauftrages sowie die Interessen der Schülerinnen und Schüler, Eltern, Betriebe usw. mit den Interessen der Beschäftigten soweit wie möglich in Übereinstimmung zu bringen.

Personalentwicklung dient sowohl den Interessen des Dienstherrn an der Dienstleistung der "guten Schule" als auch den Bedürfnissen der Beschäftigten nach interessanten und sinnvollen Arbeitsinhalten, nach mehr Eigenverantwortung und kollegialer Zusammenarbeit.

Personalentwicklung ist ziel- und ergebnisorientiert auszurichten. Die Einbindung in den Prozess der Schulentwicklung und damit in die dienende Funktion für die Qualitätsentwicklung der Schule ist konstitutiv.

Personalentwicklung ist mitarbeiterorientiert zu gestalten. Sie ist ein Prozess, in dem die Beschäftigten ihre eigene Professionalität weiter entwickeln können und sollen. Für ihre Entwicklung sollen den Beschäftigten von der Schulleitung angemessene Rahmenbedingungen, Unterstützungen und Hilfen angeboten werden.

Personalentwicklung ist beteiligungsorientiert zu praktizieren. An der Erarbeitung und Weiterentwicklung von PE-Konzepten sowie deren Umsetzungen in einzelne Handlungsfelder oder durch einzelne Instrumente sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Vertretungen zu beteiligen. Die kollegiale und kooperative Organisationsstruktur der Schulen bietet hierfür eine gute Rahmenbedingung.

Personalentwicklung ist prozessorientiert und schrittweise umzusetzen, als ständiges Element der Unterstützung der Entwicklung von Schule. Sie bedarf als fortlaufender Prozess des langen Atems sowie der regelmäßigen Evaluation.

Personalentwicklung liegt in der Führungsverantwortung der Schulleitung, kann aber nicht allein von ihr betrieben werden. Alle in Schule Beschäftigten tragen eine gemeinsame Verantwortung dafür. Die kollegiale und fraktale Organisationsstruktur der Schule bietet die Möglichkeit, Personalentwicklung kooperativ unter weitgehender und aktiver Beteiligung der Beschäftigten zu praktizieren.

Personalentwicklung soll die humane Gestaltung der Arbeitsbedingungen in der Schule und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern.

Personalentwicklung trägt dazu bei, schwerbehinderten Beschäftigten einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz bereitzustellen und zu sichern und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu ihrer gesellschaftlichen Integration.

Personalentwicklung ist nicht zum Nulltarif zu haben. Sie erfordert erheblichen Aufwand an Zeit und personellen Ressourcen. Sie kann nur erfolgreich sein, wenn die notwendigen Ressourcen auch bereitgestellt werden. Professionell ausgebildetes Fachpersonal, z. B. im Personalmanagement, kann maßgeblich zu einer effizienten Personalentwicklung beitragen. Externe Beratung kann und muss ggf. hinzugezogen werden.

   
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