Großgruppenveranstaltungen Schulentwicklung

Großgruppenveranstaltungen zu Perspektiven der Schulentwicklung

EFQM-Kriterium

1: Führung

EFQM-Teilkriterium

1e: Bewältigung des Wandels
Schule/Adresse:BBS Osterholz-Scharmbeck
Am Osterholze 1, 27711 Osterholz-Scharmbeck
Kontakt: verwaltung@(spamschutz:bitte_entfernen)bbsohz.de

Ziel
und Nutzen

In jeder Schule gibt es Situationen oder Zeitpunkte, an denen es sich an-bietet, alle (oder möglichst viele) Kolleg/innen und ggf. Partner der Schule an Ideen für Verbesserungsprozesse zu beteiligen, beispielsweise die Nach-bereitung eines Besuchs der Schulinspektion oder auch die Auseinander-setzung mit der Perspektive sinkender Schülerzahlen. 
Hier bieten sich Methoden der Arbeit mit Großgruppen an. Vorgestellt werden soll hier eine Art „anlass- oder themengebundene Open-space-Veranstaltung“ und wie mit den Ergebnissen weitergearbeitet werden kann.
Ziel einer solchen Veranstaltung ist es, möglichst viele verschiedene Ideen zu sammeln – zunächst ohne einschränkende Fragen nach der Machbarkeit – und sie soweit „auszuspinnen“, dass alle Teilnehmer/innen sich eine Vor-stellung machen und darüber entscheiden können, inwieweit diese Ideen verfolgt werden können.
Vorteil einer so offenen Veranstaltung ist es, dass auch Vorschläge eine Chance haben, die sonst – oft vorschnell -  als unrealistisch abgetan werden, dass viele beteiligt sind und mitdenken, u.U. auch an Ideen, auf die sie selber nicht gekommen wären, und dass die Identifikation mit der Schule gestärkt wird (wir arbeiten gemeinsam an der Lösung unserer Probleme).

Voraussetzungen/
Rahmenbedingungen

Eine Veranstaltung dieser Art sollte von externen und erfahrenen Moderator/innen geleitet werden.
Ziel und Thema der Veranstaltung müssen für alle Teilnehmer/innen klar sein. In vielen Fällen macht die Teilnahme nur Sinn, wenn sie freiwillig erfolgt.
Zeitlicher Rahmen: mindestens 4 Stunden.
Räumlicher Bedarf/ Ausstattung: Raum für Plenum und Gruppenräume, Moderationsmaterial.

Vorgehen/Ablauf

Das Problem, um das es geht, wird zu Beginn der Veranstaltung noch einmal verdeutlicht. Dann gibt es eine Phase der Ideensammlung: jede Teilnehmerin/ jeder Teilnehmer kann zu dem angesprochenen Thema/ Problem Vorschläge machen, über die sie/er sich gerne mit anderen austauschen möchte. Gibt es mehrere Teilnehmer, die daran auch Interesse haben, so finden sie sich zu einer Gruppe zusammen. Auf diese Weise werden alle Ideen/ Themen bearbeitet, die mehr als einen Interessenten finden. Die weitere Arbeit findet dann zunächst in Kleingruppen statt. Hier kann entweder ganz frei gearbeitet werden oder gestützt z.B. durch strukturierende Fragen. Sinnvoll wäre es natürlich (wenn es um Verbesserungen geht), die Ergebnisse möglichst konkret zu fassen.
In einer anschließenden Plenumsphase werden die verschiedenen Vorschläge vorgestellt, ggf. auch priorisiert, nach Möglichkeit als Maßnahmen formuliert, so dass sie auch mit Verantwortlichkeiten und Zeiten versehen werden können. Die weitere Arbeit findet dann in den entsprechenden Teams statt.

Stolperfallen/
Tipps/
Erfahrungen

Gelingensbedingungen:
Eine wesentliche Gelingensbedingung ist die Schaffung eines gemeinsamen Problembewusstseins oder Verbesserungswunsches.
Am Ende der Veranstaltung muss für alle sehr deutlich werden, welche Ideen in welcher Art weiter verfolgt werden. Dabei kann es auch darum gehen, dass für bestimmte Maßnahmen zunächst Bedingungen geprüft werden.
Wichtig ist es, dass für jede zu verfolgende Idee verantwortliche Personen benannt werden, die einen klaren Auftrag haben, der zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein soll.
Das „Gesamtpaket“ an Aufträgen sollte eine Person (z.B. Schulleiter/ Quali-tätsbeauftragter/ Steuergruppenvorsitzender) im Blick haben.
Stolperfallen:
Die offenen Herangehensweise kann dazu führen, dass bei einzelnen Teil-nehmer/innen Hoffnungen auf die Umsetzung von Projekten geweckt werden, die dann doch nicht verwirklicht werden können.

Evaluation

Review-Veranstaltung nach einem festgelegten Zeitraum (bezogen auf alle Maßnahmen).
oder Evaluation der Einzelmaßnahmen im Rahmen der in der Schule üblichen Vorgehensweise (z.B. in Zielvereinbarungsgesprächen oder Meilen-steinsitzungen).
 
Download
www.mk.niedersachsen.de www.proreko.de ProReKo Wissenschaftliche Begleitung www.nibis.de