Hospitationskonzept zum Unterricht

Hospitationskonzept zum Unterricht

EFQM-Kriterium

5: Prozesse

EFQM-Teilkriterium

5d: Realisierung, Evaluation und ständige Verbesserung von Unterricht

Schule/Adresse:

BBS Elisabeth-Selbert-Schule Hameln

Kontakt:

Annette Kessler: a.kessler@(spamschutz:bitte_entfernen)ess-hameln.de

Ziel
und Nutzen

Die Unterrichtsentwicklung ist neben der Organisations- und Personalent-wicklung eine tragende Säule der Schulentwicklung. Da die Motivation der Lehrkräfte an ihrem Kerngeschäft -Unterricht sehr hoch ist, soll dieser durch gegenseitige Hospitationen noch optimiert werden. Es geht dabei nicht nur um die fachliche und methodische Gestaltung der Stunden, sondern auch um die Stärkung der sozialen und persönlichen Kompetenzen der Lehrkräfte zur Bewältigung von schwierigen und belastenden Unterrichtssituationen.

Voraussetzungen/
Rahmenbedingungen

Es liegt ein Beobachtungsbogen für die Lehrkräfte vor, der in ein Konzept eingebunden ist. Dieses Hospitationskonzept wird auf einer Schulver-sammlung vorgestellt und nach Absprache in den Bildungsgängen vereinbart.

Die kollegialen Unterrichtsbesuche sind während einer Einführungsphase freiwillig, die Wahl des Hospitationspartners ist freigestellt.

Vorgehen/Ablauf

Das Hospitationskonzept steht im schulinternen Intranet dem Kollegium zur Verfügung.

Wenn eine Lehrkraft eine andere zum Hospitieren einlädt, kann ihre Klasse mit einer Aufgabe eigenverantwortlich arbeiten.

Für die Beobachtungen steht der entwickelte Bogen der Elisabeth-Selbert-Schule zur Verfügung. Es kann auch der Beobachtungsbogen der Schul-inspektion genutzt oder die Beobachtungen ohne Raster angefertigt werden.

Die Reflexionsinhalte orientieren sich an den schriftlichen Notizen. Die Ab-teilungsleiter bekommen lediglich eine Nachricht, dass die Hospitation zwischen den Lehrkräften stattgefunden hat. Für das anschließende Reflexionsgespräch wird eine Zeit ohne Unterrichtsverpflichtung gewählt.

Stolperfallen/
Tipps/
Erfahrungen

Die Inhalte des Gespräches zu den Unterrichtsbesuchen bleiben nur zwischen den beiden beteiligten Personen. Das bedeutet, die beiden Beteiligten sind „Herr der Daten“.

Fälschlicherweise wurde im Kollegium angenommen, dass die Abteilungs-leiter den tatsächlichen Beobachtungsbogen bekommen. Es ist aber so ver-einbart, dass die Abteilungsleiter nur den Nachweis über die Unterrichts-evaluation erhalten.

Die Einführungsphase über ein Jahr scheint wichtig, da einzelne Kolleginnen und Kollegen z. T. negative Erfahrungen bei Unterrichtsbesuchen ver-zeichneten. Nach einem Jahr wird das Hospitationskonzept evaluiert.

Es ist für Lehrkräfte nicht immer leicht, Unterstützungsbedarf für Unterrichts-situationen zu formulieren. Das Instrument „Hospitationskonzept“ kann Aus-tausch und kollegiale Beratung im Sinne von „peer education (Ausbildung unter Gleichgesinnten)“ anregen. Eine Vertrauensbasis muss gegeben sein.

Vorstufen zum Hospitationskonzept sind gemeinsame Unterrichtsvor-bereitungen, z.B. von Lernspiralen, und die Entwicklung von einheitlichen bzw. verbindlichen Beurteilungskriterien für bestimmte Leistungsnachweise, wie z.B. Plakate, Referate oder Overheadfolien.

Evaluation

Die Qualitätsentwicklung des Instrumentes der Hospitationen ist noch in einem Entwicklungsprozess, da die Probephase gerade läuft. Das konkrete Instrument: Hospitationsbogen ist als Anhang angehängt.

 
Download

Externer Link:

www.mk.niedersachsen.de www.proreko.de ProReKo Wissenschaftliche Begleitung www.nibis.de