Individuelle Fremdevaluation

Individuelle Fremdevaluation von Unterricht durch Schüler/innen

EFQM-Kriterium

5: Prozesse

EFQM-Teilkriterium

5d: Realisierung, Evaluation und ständige Verbesserung von Unterricht

Schule/Adresse:
  • BBS 11 Hannover, Andertensche Wiese 26, 30169 Hannover
  • HNS Hildesheim
Kontakt:

buero@bbs11.de

Ziel
und Nutzen

Einleitung individueller Maßnahmen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität auf Basis kriteriengestützter Beobachtungen

Nutzen für die Schule

  • Verbesserung der unterrichtsbezogenen Kennzahlen
  • Verbesserung der Feedback- und Reflexionskultur
  • Imageverbesserung bei Schülern/-innen, Eltern, Betrieben…
  • Systematisierung von Evaluations- und Feedbackprozessen zur
  • Qualitätsentwicklung von Unterricht
  • Vorbereitung auf externe Inspektion

Nutzen für die Lehrkraft

  • Bewusstmachen von Stärken und Verbesserungspotenzialen
  • Förderung der Reflexionsfähigkeit
  • Erfahren von Anerkennung
  • Verbesserung der Arbeitszufriedenheit bei erfolgreicher Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen

Nutzen für die Schüler

  • Steigerung des Lernerfolges und der Zufriedenheit mit Unterricht
  • Stärkung der Motivation durch Beteiligung an der Unterrichtsentwicklung

Voraussetzungen/
Rahmenbedingungen

  • Transparentes Vorgehen
  • Prozess der individuellen Selbstevaluation sollte als Vorstufe implementiert sein
  • Organisatorische Unterstützung durch die Schulleitung, z. B. Organisation der PC-gestützten Erfassung und Auswertung
  • Zeit von der Einführung bis zur Wirkung berücksichtigen

Vorgehen/Ablauf

1. Akzeptanz über die Einführung herstellen

2. Schulindividuelles Konzept erarbeiten

  • Auf Kriterien/Indikatoren guten Unterrichts verständigen (siehe „Individuelle Selbstevaluation“)
  • Evaluationsbogen entwickeln
  • Organisatorische Bedingungen/Verfahrensabläufe festlegen (wann, wie oft, mit wem abzusprechen, wie zu dokumentieren…)

3. Konzept schrittweise (zum Abbau von Ängsten) einführen

  • Phase 1: Kriteriengestützte Fremdevaluation durch die Schüler/-innen auf freiwilliger Basis
  • Phase 2: Verbindliche kriteriengestützte Fremdevaluation durch die Schüler/-innen
  • Phase 3: Besprechung der Evaluationsergebnisse im Fachteam zur gegenseitigen Unterstützung und als eine Grundlage für die Jahresstrategie des Fachteams
  • Phase 4: Ergebnisse der Evaluationen sind u. a. Grundlage von Mitarbeitergesprächen

Stolperfallen/
Tipps/
Erfahrungen

Gelingensbedingungen

  • Evaluationsbogen durch das Kollegium erstellen lassen und damit gemeinsames Verständnis über „guten Unterricht“ herstellen/ verstärken (Bezug zum Leitbild und Schulprogramm)
  • Abgestuftes Vorgehen
  • Kopplung zwischen der vorgeschalteten Selbstevaluation und den Fremdevaluationen durch die Schüler/-innen
  • Vorbildfunktion der erweiterten Schulleitung
  • Intensive Vorbereitung unter Einbeziehung verschiedener schulischer Interessengruppen (wie z. B. Personalrat, Teamleitungen) über die Bildung einer Projektgruppe
  • Erfahrungen aus anderen Schulen berichten lassen
  • Schüler/-innen in die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen einbeziehen
  • Daten bleiben in Phase 1 und 2 bei dem Kollegen/der Kollegin, werden erst in Phase 3 und 4 kommuniziert

Stolperfallen

  • Unzureichende Kommunikation der Zielsetzung
  • Unzureichende Beteiligung des Kollegiums bei der Entwicklung des Konzeptes
  • Fehlende Mittel und Möglichkeiten der Fortbildung
  • Zusätzliche zeitliche Belastung für das Kollegium

Evaluation

Prozessevaluation und (langfristig) Ergebnisevaluation

 
Download
www.mk.niedersachsen.de www.proreko.de ProReKo Wissenschaftliche Begleitung www.nibis.de