BBS Elisabeth-Selbert-Schule Hameln

EFQM-Kriterium/ Teilkriterium:

1.: Führung

 

EFQM-Teilkriterium/ Teilaspekt:

1 a.: Führungsverständnis

 

„good-practice“-Beispiel:
1 a.1.: Leitbild der Führungskräfte

 

Schule/Adresse:

Elisabeth-Selbert-Schule, Langer Wall 2, 31785 Hameln

 

Kontakt:

verwaltung.langerwall@(spamschutz:bitte_entfernen)ess-hameln.de

 

   

Ziel
und Nutzen

Ein Führungsleitbild dient dazu,

  • aufzuzeigen, nach welchen Grundsätzen und Werten die Schulleitung der Elisabeth-Selbert-Schule die Qualität ihres Schulleitungshandelns sichern bzw. verbessern will.
  • allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutlich zu machen, welche Vorgehensweise sie von den Führungskräften erwarten können.
  • die Kommunikation und Kooperation zu erleichtern.
  • das Schulleitungshandeln mit dem Leitbild der Schule in Einklang zu bringen.

Voraussetzungen/
Rahmenbedingungen

 

Durch die Teilnahme der Elisabeth-Selbert-Schule an dem Schulversuch des Niedersächsischen Kultusministeriums "Projekt Regionale Kompetenzzentren" (ProReKo) ist es möglich, die Struktur der Schulverfassung, die Werte des menschlichen Handelns und das Leitbild der Schule in einen sinnvollen Einklang zu bringen. Einen besonderen Stellenwert belegen dabei das Handeln und die Entscheidungen der Schulleitung.
Es wurde daher schnell deutlich, dass die Formulierung eines Führungsleitbildes (Grundsätze des Leitungshandelns) notwendig ist, um das Agieren der einzelnen Schulleitungsmitglieder aufeinander abzustimmen, die notwendige Transparenz der Entschei-dungen zu schaffen und allen Entscheidungsträgern eine Richtschnur für das eigene Tun an die Hand zu geben.
Das Leitbild der Schule, das eine Vision, eine Mission und Werte enthält, muss in einem "demokratischen" Prozess entwickelt worden sein und von der großen Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen getragen werden. Erst danach kann aus diesem Gesamtleitbild ein spezielles Führungsleitbild hervorgehen.
Unentbehrliche Voraussetzung für das Gelingen ist dabei die Moderation des Leitbild-Entwicklungsprozesses durch eine externe Fachkraft (Moderator mit Einsicht in und Erfahrung im Schulleitungshandeln).
Weitere Bedingungen sind:

  • Bereitschaft aller Lehrkräfte, Führungsverantwortung zu übernehmen.
  • Bereitschaft aller Lehrkräfte, die im Zuge der neuen Schulverfassung Führungsaufgaben übernommen haben, nach diesen Grundsätzen zu handeln.
  • Bereitschaft der Schulleitungsmitglieder, sich an den Vorgaben der Führungsgrundsätze messen zu lassen.
  • Information aller in der Schule Beschäftigten über die Existenz von Führungsgrundsätzen.
  • Installation von Evaluationsinstrumenten zur Ermittlung der "Zufriedenheit" der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Schulleitungshandeln.
  • abgestimmtes Vorgehen der Schulleitung mit den verschiedenen Gremien der Schulverfassung (z. B. Frauenbeauftragte, Beirat).

Vorgehen/Ablauf


Diese Grundsätze wurden in Zusammenarbeit mit der Diplom-Sozialpädagogin und Kauffrau Frau Sigrid Lieberumm, durch die Schulleitung und die Abteilungs-leitungen erarbeitet.
Die Notwendigkeit, diese Führungsgrundsätze zu formulieren, ist im Konsens-Strategie-Meeting im November 2005 deutlich geworden. Die Erarbeitung der Grundsätze bildet eine Teilaufgabe des Projektes Nr. 3 "Führung".
Die Grundsätze sind Bestandteil im Erläuterungstext des Leitbildes der Elisabeth-Selbert-Schule.
Zu den Führungskräften im Sinne dieses Leitbildes zählen die Schulleitungsmitglieder in der Definition der neuen Schulverfassung, die mit besonderen Leitungsaufgaben betrauten Lehrkräfte und der Leiter des Schulbüros.
Verantwortlich für den Prozess sind zunächst die Mitglieder der Schulleitung und die Mitarbeiter des Pro-ReKo-Projektes "Führung". Zur Evaluation des Prozesses werden die Mitarbeiter des Projektes "Kennzahlen" die notwendigen Daten erheben.
Den genauen Wortlaut der Führungsgrundsätze finden Sie im Anhang (Konzeptdatei - Führungsgrundsätze mrz07).

Stolperfallen/
Tipps/
Erfahrungen

 

Voraussetzung für das Gelingen ist, dass alle Führungspersonen Führungsverantwortung übernehmen und ernsthaft an der Einhaltung der Führungsgrundsätze mitarbeiten, weiterhin die Bereitschaft des Kollegiums zur Anerkennung der gegebenen Führungsstrukturen (Schulverfassung, Personalbefugnisse der Schulleitung).
Die Instrumentarien zur Evaluation des Schulleitungshandelns müssen vorhanden sein und stetig aktualisiert werden.
Vor Einführung dieser Grundsätze ist der Einklang mit dem Leitbild in einer demokratischen Vorgehensweise herzustellen.
Es ist darauf zu achten, dass die Führungsgrundsätze nicht zu eng gefasst sind und so möglicherweise ein sinnvolles Schulleitungshandeln beschränken. Auf der anderen Seite führt eine zu offene Formulierung leicht zur Unverbindlichkeit.

 

Evaluation

 

Die Führungsgrundsätze wurden im Herbst 2006 zusammen mit dem Leitbild von allen Kolleginnen und Kollegen diskutiert, verbessert und mit großer Mehrheit angenommen. Die Veröffentlichung geschieht über das schuleigene Intranet sowie verschiedene schulinterne Publikationen.

Zur Evaluation dieses Prozesses dienen an der Elisabeth-Selbert-Schule folgende Instrumente

  • regelmäßig (jährlich) durchgeführte Befragungen des Kollegiums
  • Rückmeldegespräche
  • Akzeptanzbefragung der wissenschaftlichen Begleitung der Universität Hannover zum ProReKo-Prozess
  • Rückmeldungen der externen Partner der Elisabeth-Selbert-Schule (Betriebe, Beirat)

Die Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen konnten auf Grund der kurzen Zeit noch nicht ausgewertet werden (Stand: April 2007).

 

   
Konzeptbeschreibung

 

Download

 

www.mk.niedersachsen.de www.proreko.de ProReKo Wissenschaftliche Begleitung www.nibis.de